Games, by Jacob Lawrence. On view at the Washington State Convention Center.
Detail from Silhouettes of My People by Patrice Batiste-Brown. Courtesy of the Northwest African American Museum.
Jimi Hendrix Memorial. Photo: David Newman
Photo: David Newman

Das Afrikanisch-Amerikanische Kulturerbe

Das Erbe der aus Schwarzafrika stammenden Amerikaner in Washington reicht zurück bis jene Zeit, als der heutige Bundesstaat noch Territorium war und sich dunkelhäutige Pioniere sowohl in der Stadt als auch auf dem Lande ansiedelten. Im Jahre 1845 verließen George W. und Isabella James Bush mit ihren fünf Söhnen Missouri und ließen sich am südlichen Puget-Sund in einer Gegend nieder, die heute als Bush Prairie bekannt ist.

Der erste Bewohner Seattles mit schwarzafrikanischen Wurzeln war Manuel Lopes, der ursprünglich von den Kapverden stammte und auf dem Atlantik im Walfang tätig war, bevor er 1852 in Seattle ankam, wo er als Gastronom und Barbier arbeitete. Der Unternehmer William Grose kam 1861 nach Seattle, eröffnete ein Hotel in Hafennähe und erwarb später eine große Ranch oberhalb des Madison Valley östlich der Innenstadt.

In den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden schwarzafrikanische Amerikaner aus den Südstaaten rekrutiert, um in den Kohlebergwerken des Nordwestens in Städten wie Roslyn, Newcastle und Franklin zu arbeiten. Wenngleich die Rassendiskriminierung die Arbeitsmöglichkeiten für Dunkelhäutige in vielen Branchen und Berufen stark einschränkte, bot ihnen die Region doch die Möglichkeit, Land zu besitzen und sich wirtschaftlich zu verbessern.

 

In Seattle bildeten sich zwei schwarzafrikanisch geprägte Stadtteile heraus, in den Gegenden East Madison und Yesler–Jackson. Diese wuchsen letztendlich zusammen und bildeten den Central District oder die Central Area, wie sie heute heißt. Kirchen, brüderschaftliche Organisationen und Geselligkeitsvereine, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert gegründet wurden, dienen auch heute noch der Gemeinschaft.

Im Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der aus Schwarzafrika stammenden Amerikaner im Nordwesten der USA stark an, als Arbeiter, die gutbezahlte Jobs auf den Werften und in anderen Bereichen der Verteidigungsindustrie suchten, zuwanderten. Dadurch florierte die Jazz-Musik-Szene von Seattle. Yesler Terrace wurde 1940 zur ersten gemischtrassigen Sozialwohnungsanlage im Lande, und die nachfolgenden Jahrzehnte brachten viele solche „Premieren“ für dunkelhäutige Arbeiter in der Industrie, im Gesundheits- und Bildungswesen und auf anderen Gebieten.

Im Jahre 1967 wurde Sam Smith der erste Amerikaner schwarzafrikanischer Abstammung, der im Stadtrat von Seattle saß, und 1968 wurde schließlich eine Verordnung verabschiedet, die die Rassentrennung im Wohnungsbau aufhob. In jüngerer Vergangenheit haben Einwanderer aus Äthiopien, Eritrea, Somalia, dem Sudan und mehreren westafrikanischen Staaten pulsierende Stadtteile auf dem First Hill und in Southeast Seattle geschaffen, die die bereits bestehenden Gemeinden bereichern und das ethnische Erbe Seattles um neue kulturelle Traditionen erweitern.

Laden Sie den vollständigen Führer zum schwarzafrikanisch-amerikanischen Kulturerbe in Seattle herunter!

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