Canoe Journey. Photo: Steve Zugschwerdt
Duwamish Story Pole by Michael Halady. Photo: Tracey Wickersham
Seafair Indian Days Pow Wow. Photo: Joe Mabel
Photo: Courtesy of MOHAI

Das Indianische Kulturerbe

“Wir waren schon immer hier, wir sind immer noch hier, wir werden immer hier sein.”

- Vi Hilbert, Ältester der Upper Skgit (1918–2008)

Seattle ist Indianerland. Die Stadt ist nach einem Erbhäuptling der Stämme der Suquamish und Duwamish benannt, und viele unserer Toponyme sind indianischen Ursprungs. Indianerkunst findet man überall in den Museen, Galerien und öffentlichen Plätzen der Stadt. Mehrere Indianerstämme sind in dieser Region beheimatet, wie etwa die Duwamish, die Suquamish, die Muckleshoot, die Snoqualmie, die Tulalip und die Puyallup. Zudem wurde Seattle zur Heimat einer gemischten Gruppe von Indianern aus ganz Washington, Alaska und den übrigen USA.

Lushootseed, auch Puget-Salish genannt, ist die Sprache der Küsten-Salish, die traditionell im Raum Seattle gesprochen wird, und die Stämme arbeiten eifrig daran, die Sprache durch Bildungsprogramme für Jugendliche und Erwachsene am Leben zu erhalten. In den letzten Jahren hat in den Indianergemeinden rund um den Puget-Sund ein kulturelles Wiedererwachen begonnen, das sich auch darin zeigt, dass die Traditionen der Kanuschnitzerei und der Kanureisen wiederbelebt wurden und an die jüngeren Generationen weitergegeben werden.

Archäologische Fundstätten rund um den Puget-Sund weisen bis zu 10.000 Jahre in die Vergangenheit und sind überall in der Landschaft zu finden, von hoch oben in den Kaskaden bis hinunter ins Flachland und an die Küsten. Viele Generationen lang stützte sich das traditionelle Leben hauptsächlich auf zwei Ressourcen: Zedern und Lachs. In den mündlichen Überlieferungen der Stammesgruppen taucht ein Geist namens „Umformer“ auf, der die Landschaft schuf, in der die Menschen leben. Angesichts der wechselvollen Geschichte voller Erdbeben und Vulkanausbrüche könnte dieser durchaus auch heute noch am Werk sein.

 

Indianerstämme in der Puget-Sund-Region traten Tausende Morgen ihres angestammten Landes im Rahmen der Verträge von Medicine Creek (1854) und Point Elliott (1855) an die Regierung der Vereinigten Staaten ab. Heute sind die Stämme souveräne Nationen mit vertraglich verbürgten Rechten auf Fischfang, Muschelfischerei und Jagd, und gemeinsam mit der Staats- und der Bundesregierung verwalten sie die natürlichen und kulturellen Ressourcen.

Das Indianererbe Seattles kann man auf vielerlei Art erleben: durch den Besuch von Museen und Kulturstätten, von Festen und Veranstaltungen, aber auch durch einen Stadtbummel mit wachsamem Blick für das indianische Erbe in Ortsnamen, künstlerischen Traditionen oder kommunalen Veranstaltungen, die es so nur in Seattle gibt.

Laden Sie den vollständigen Führer zum indianischen Kulturerbe in Seattle herunter!

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